Laser in der Zahnmedizin

Laser in der Zahnmedizin

Laser = Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation, bedeutet übersetzt „Lichtverstärkung durch angeregte Strahlungsaussendung“. Die moderne Lasertherapie stellt eine gute Ergänzung zu den klassischen Behandlungsmethoden dar. Laser bewähren sich in der Zahnheilkunde seit vielen Jahren und können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Ein Laser ist ein extrem gebündelter Lichtstrahl. Da die Intensität des Laserstrahls genau dosiert werden kann, ermöglicht diese Methode ein großes Behandlungsspektrum. 

Bessere Diagnose - kürzere Behandlungen - weniger Schmerzen - schnellere Heilung!

Einsatzbereiche

In der Diagnostik
Mit dem Laser kann versteckte, kariöse Zahnsubstanz gefunden werden

„Laser-Bohren“
Schonende Entfernung von Karies

Zahnchirurgie

Entfernen von Hautwucherungen, Lippenbandentfernung, zum Desinfizieren von Wunden
In der Parodontologie (Behandlung von Zahnfleisch- und Zahnbetterkrankungen)
Mittels Laser kann eine Reinigung der Zahntaschen durchgeführt werden. Hierbei sind die gewebeabtragenden und bakterientötenden Eigenschaften des Laserlichtes von nutzen.

Wurzelbehandlungen

Hier können die behandelten Wurzelkanäle sterilisiert werden, um späteren Infektionen vorzubeugen. Dabei können eventuelle Operationen an der Wurzelspitze vermieden werden. 

Vorteile bei der Behandlung mit dem Laser

sanfte und nahezu schmerzfreie Behandlung
keine Schwellungen
unangenehme Bohrgeräusche werden vermieden
kein Bohrer für die Kariesentfernung
für viele Behandlungen anwendbar
beim chirurgischen Einsatz weniger Blutung und schnellere Wundheilung
geringe Narbenbildung
gleichzeitige Abtötung aller Keime und Bakterien
kein Antibiotika
ermöglicht angstfreie Zahnarztbesuche und -behandlungen


Nachteile

- Das Verfahren ist teurer als konventionelle Verfahren
- enorm hoher Energieaufwand im Vergleich zu konventionellen Verfahren
- unangenehmer Geruch nach verbrannter Substanz
- Patienten müssen bei der Laserbehandlung Schutzbrillen tragen

Eingesetzte Verfahren beim Laserbohren

Einzelpulsbohren

Beim Einzelpulsbohren wird das zu behandelnde Material mit einem einzigen Laserpuls durchbohrt. Dazu wird der Laser nur für kurze Zeit angeschaltet. Nachteilig ist, dass lediglich eine maximale Durchdringtiefe von 2 mm möglich ist und eine hohe Pulsenergie erforderlich ist.

Perkussionsbohren

Von einer Perkussionsbohrung ist die Rede, wenn der Strahl durch mehrere Pulse auf die zu behandelnde Stelle geschossen wird. Somit verdampft das behandelte Material allmählich. Die max. Eindringtiefe liegt bei ca. 100 mm. Das Perkussionsbohren führt zu einer höheren Qualität, dauert jedoch auch länger als andere Verfahren.

Trepanieren

Bei diesem Verfahren lässt man den gepulsten Lasterstrahl rotieren, wodurch große Löcher entstehen. Mit der ersten Bohrung wird das Material durchbrochen und mit der nächsten erfolgt eine Überlappung. Besonders günstig sind Überlappungen von 50 - 80 Prozent.

Wendelbohren

Sie funktioniert wie das Perkussionsbohren. Allerdings kommt es dabei zu einer zusätzlichen Rotation des Laserstrahls. Dabei kommt es zu einer spiralförmigen Abtragung des Materials. Die Wendelbohrung ist vor allem für Behandlungen geeignet, die eine große Präzision erfordern. 

Kosten

Die Kosten einer Laserbehandlung richtet sich nach der Behandlungsdauer und der Komplexität der Behandlung. Laserbehandlungen sind Wahlleistungen. Sie werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht oder nur teilweise erstattet. Die privaten Kassen erstatten die Behandlungen in der Regel.