Leukoplakie der Mundschleimhaut

Leukoplakie der Mundschleimhaut

Leukoplakie ist auch unter dem Namen Weißschwielenkrankheit bekannt. Ihr Kennzeichen sind weiße, nicht abwischbare Flecken an der Schleimhaut. In manchen Fällen kann sich aus diesen Schleimhautveränderungen ein bösartiger Tumor – ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom – entwickeln.

Entstehung der Leukoplakie

Die orale Leukoplakie entsteht unter anderem durch eine Verdickung der obersten Schicht der Schleimhaut. Die typischen Flecken zeigen sich meist in der Mundhöhle – besonders an der Wangenschleimhaut, an Zunge, Gaumen und am Mundboden oder an den Lippen. 

Ursachen für eine Leukoplakie

Für die Entwicklung einer Leukoplakie im Mund sind insbesondere dauerhafte mechanische Reizungen verantwortlich. Etwa durch schlecht sitzende Zahnprothesen, dauerhafter Alkoholmissbrauch und chronischer Nikotinkonsum. Liegen keine Ursachen für die Leukoplakie vor, handelt es sich um eine sogenannte idiopathische Leukoplakie.

Symptome bei einer Leukoplakie

In der Regel hat eine Leukoplakie bis auf die weißen Flecken keine Symptome und verursacht auch keine Beschwerden. Deshalb wird sie meist zufällig entdeckt, wie z.B. Bei einer Kontrolluntersuchung. Es gibt allerdings auch Formen, die schmerzen oder brennen. Diese sind meist durch eine warzige Oberfläche gekennzeichnet. Solche – auch verrukös genannten – Leukoplakien bergen ein hohes Risiko, bösartig zu entarten.

Therapie der Leukoplakie

Die Therapie besteht bei einer Leukoplakie meist darin, die Ursache – also beispielsweise den störenden mechanischen Reiz – zu beseitigen. Heilt eine Leukoplakie danach nicht innerhalb weniger Wochen von selbst ab, entfernt der Arzt die Schleimhautveränderung mit einer kleinen Operation. Da sich auch nach einer erfolgreichen Behandlung häufig neue Leukoplakien bilden, sind regelmäßige Nachkontrollen sinnvoll.

Häufigkeit von Leukoplakie

Die Leukoplakie ist in Deutschland eher selten. Schätzungen zufolge weisen knapp 1 von 100 Frauen und etwas mehr als 2 von 100 Männern die Schleimhautveränderung in der Mundhöhle auf. Leukoplakien treten vor allem bei Männern im Alter zwischen 40 und 70 Jahren auf. Besonders gefährdet sind Raucher.

Einer Leukoplakie vorbeugen

Es sind viele Faktoren bekannt, die eine Leukoplakie auslösen oder begünstigen können. Daher ist es möglich, der Erkrankung in gewissem Maße vorzubeugen:
Vermeiden Sie Risikofaktoren wie Rauchen und starken Alkoholkonsum.
Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen.
Ist bei Ihnen eine Prothese als Zahnersatz notwendig, sollten Sie darauf achten, dass diese gut sitzt.
Wenn bei Ihnen ein Mangel an Vitamin A oder B oder ein Eisenmangel vorliegt, sollten Sie diesen in Absprache mit Ihrem Arzt beheben.